Die Dauerausstellung – Die Ohreniederung und der Restauwald – das Küchenhorn“

Im Osten von Wolmirstedt bilden Ohre und Elbe eine rund 16 km lange Niederung; dieses Gebiet ist Lebensraum einer typischen und außerordentlich reichhaltigen Flora und Fauna.

Die Ohre gehört zu den fischreichen Flüssen. Hier leben gefährdete Fließgewässerarten wie Döbel, Aland, Ukelei, Aalquappe und Kaulbarsch. Aber auch der Biber hat sich hier wieder angesiedelt.

Die Ohre, die als geografische Besonderheit ein Nord-Südgefälle aufweist, ist ein Bundesländer übergreifender Fluss (Niedersachsen und Sachsen- Anhalt).

Auwälder sind reich an Tier- und Pflanzenarten. Viele dieser Arten haben sich an die extremen Lebensbedingungen angepasst und sind heute auf regelmäßige Überschwemmung angewiesen. Flussregulierungen und die Einengung der Überflutungsbereiche durch den Menschen haben die Auwälder und die hier lebenden Arten stark gefährdet.

Aulandschaften sind deshalb in Mitteleuropa selten geworden. Nur noch 10 bis 20 % der fruchtbaren Überschwemmungsgebiete entlang von Flüssen sind in unserer Kulturlandschaft erhalten geblieben.

Das als „Küchenhorn“ bezeichnete bedeutende Augebiet unweit von Wolmirstedt zwischen Ohre und Mittellandkanal bildet den Rest einer einst großen Aulandschaft. Der Baumbestand in dieser Landschaft ist von Stieleichen, Birken, Hainbuchen, Erlen und Eschen, aber auch von Wildobstbäumen geprägt. An bedeutende Pflanzenarten sind der Hohle Lerchensporn (weiß/lila), die Anemone und das Buschwindröschen zu finden.

Das jahrelang als schutzbedürftiges Aulandgebiet in Vergessenheit geratene „Küchenhorn“ und die Ohreniederung gehören zum „Naturerbe“ unserer Region und unterliegen dem dringenden Umweltschutz.

Diese Einmaligkeit verdient, es in Form einer Ausstellung der Öffentlichkeit wieder nahe zu bringen und somit das Bewusstsein der Menschen für den Schutz und Erhalt dieser beispiellosen Landschaft zu wecken. Dieses unersetzliche Naturschutzgebiet verkörpert einen naturnahen Erlebnisraum, wenn auch, jahreszeitlich bedingt, in der Natur nicht immer alles beobachtet und entdeckt werden kann.

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